Samstag, 19. Juli 2014

Leuzismus und Albinismus

Kennst du das? Du siehst etwas zum ersten Mal im Leben ganz bewusst, und plötzlich begegnet dir dieses Phänomen immer wieder. Als wäre dein Auge plötzlich geschärft für etwas, das du sonst unwillentlich ignoriert hast...

Mir geht es so mit vielen Dingen - was ich einmal entdecke, taucht plötzlich immer wieder auf. Seit ich vor drei Jahren das erste Mal bewusst ein fehlfarbenes Tier sah, sind plötzlich überall welche. Diese Woche wieder eines - also ab in den Blog damit!

Leuzismus - das ist ein Wort, mit dem viele nichts anfangen können. Darum will ich erstmal mit einem anderen Fremdwort beginnen: mit 'Albinismus'! Ich denke, ihr alles wisst, was ein Albino ist: eine Person oder ein Tier mit ungewöhnlich weißer Haut / Haaren und rosafarbenen bzw. leuchtend hellblauen Augen. In Ermangelung eigener Bilder hier folgend zwei fremde Fotos...

Mädchen mit Albinismus, Neuguinea
Urheber: Mutuwandi
In unserer Haut gibt es Zellen, die Melanin produzieren: das ist ein Farbstoff, der unseren Haaren, Haut und Augen ihre Farbe gibt. Für die Produktion von Melanin werden verschiedene Enzyme gebraucht. Wenn eines dieser Enzyme nicht da ist oder nicht funktioniert, kann körperweit kein Melanin produziert werden. Ohne Melanin gibt es keine Farbe: also ist der Mensch / das Tier ein Albino.

Man unterscheidet zwischen vollständigem und unvollständigem Albinismus. Vollständig bedeutet, dass gar keine Farbe produziert werden kann: die Haut ist dann schneeweiß und die Augen extrem hellblau bis sogar rosa. Auch Horn und Schleimhäute sind dann farblos: selbst die Schnäbel von Vögeln sind dann weiß, wie hier von einem Brillenpinguin im Zoo Briston.

Urheber: Adrian Pingstone
Albininismus kann von ganz vielen verschiedenen Genen verursacht werden und kann deshalb wenige bis ganz viele Begleitkrankheiten mit sich führen. Es kann zu starker Lichtempfindlichkeit bis Sehstörungen kommen, außerdem haben Menschen mit Albinismus oft Hautprobleme, weil ihre weiße Haut keinerlei UV-Schutz besitzt, und sie deshalb ein vielfach höheres Hautkrebsrisiko tragen. Albinos im Tierreich werden oft schneller gefressen als ihre Artgenossen, einfach weil sie so auffällig sind. ABER: Albinismus muss nicht so extrem sein. Es gibt auch abgeschwächte Formen.

Kann noch Melanin produziert werden, aber eben nur wenig davon, dann spricht man von unvollständigem Albinismus. Der ist sehr häufig und wird oft gar nicht als solcher wahrgenommen. Zum Beispiel zählen blonde, blauäugige Menschen dazu! Irgendwann gab es diese Mutation irgendwo in Nordeuropa, und seitdem hat sie sich so durchgesetzt, dass sie für uns normal geworden ist. Auch die helle Haut von Europäern und Asiaten ist eine Form des Albinismus: ursprünglich waren alle Menschen mal dunkelhäutig. Wir können also eigentlich alle von uns behaupten, Albinos zu sein! ;-)


Ja, und was ist jetzt dieser 'Leuzismus'?
Ganz generell gesagt kommt Leuzismus im Tierreich viel häufiger vor, als ein vollständiger Albinismus. Ein leuzistisches Tier kann auch schneeweiß sein, genau wie ein Albino: aber es hat immer normal gefärbte Augen. Albinos können nirgendwo im Körper Melanin ausbilden, leuzistische Tiere können nur in der Haut kein Melanin bilden, woanders aber schon: die Nase, die Schleimhäute, Horn und Regenbogenhaut der Augen sind bei ihnen immer (meistens) normal. Es ist ein Gen-Defekt, der manchmal den ganzen Körper betrifft, manchmal aber nur Teile des Körpers: manchmal hüpfen Vögel mit weißen Federn durch die Gegend, oder hat ein Hirsch eine Blesse. Weiße Katzen mit blauen Augen, die schwarz-weiße Musterung der Holstein-Rinder, ja selbst die verschiedenfarbigen Augen von Huskies oder die Scheckung von Pferden sind Leuzismus: es ist nämlich vererbbar.

Mein erstes leuzistisches Wildtier war ein Buckelwal - ach was, war DER Buckelwal, den ich vor drei Sommern in der Hinlopenstraße auf Svalbard entdeckte. Auf den ersten Blick wirkte er wie ein Albino, ich konnte ja seine Augen nicht sehen, aber als er dann seine Fluke aus dem Wasser hob und abtauchte, konnte man eine normal gefärbte Fluken-Unterseite betrachten. Das ist Leuzismus aus dem Bilderbuch!

Mein nächstes ungewöhnlich gefärbtes Tier traf ich in der Antarktis: ein heller Eselspinguin.



Dieser kleine Dreckspatz konnte definitiv kein Albino sein: Schnabel und Augen waren komplett normal gefärbt. Vergleicht das Bild einmal mit dem Albino-Penguin von weiter oben! Ein riesiger Unterschied!


In Südgeorgien gibt es Millionen von Seebären, die eigentlich dunkelbraunes Fell haben. Trotzdem sieht man immer mal wieder ein extrem helles Exemplar: ich habe auf meinen bisher zwei Reisen dorthin insgesamt sieben 'Blondies' gesehen. An ein Jungtier kam ich besonders nah heran und konnte es mit seinen normal gefärbten Artgenossen fotografieren.

Auch hier fällt sofort auf, dass die Augen und Nase schwarz sind: es kann also kein Albino sein. 



Pinguin und Seebär sind aber nicht weiß, sondern 'nur' wesentlich heller als die anderen Tiere: das Fell bzw. die Federn sind cremefarben statt weiß. Ist das dann auch Leuzismus? Oder ist es eine abgeschwächte Form von Albinismus? Sicher beantworten kann das wohl nur jemand, der sich wirklich damit auskennt. Da die Augen nicht betroffen sind, denke ich, dass es sich um Leuzismus handelt. Es gibt nämlich mehr Farbstoffe in Haaren / Federn als nur Melanin: z.B. gibt es da noch Carotinoide, die erst dann richtig sichtbar werden, wenn das Melanin wegfällt. Carotinoide sind gelblich: das könnte erklären, warum Pinguin und Seebär 'blond' sind.

Ja, und vor ein paar Tagen staunte ich dann wieder nicht schlecht: da schwamm eine schwarz-weiß gefleckte Weißwangengans auf dem See neben den Hundezwingern hier bei Longyearbyen!

Es ist ein Weibchen, das trotz ihres auffälligen Federkleides einen Partner gefunden hat - die Tiere selber stört ihr Aussehen nicht, ich habe auch nicht beobachten können, dass sie von den anderen Vögeln anders behandelt wurde. Allerdings sind helle Exemplare natürlich viel auffälliger - doof, wenn es ums Brüten geht. Ob diese Gans jemals erfolgreich Junge großziehen wird, ist fraglich: ein Polarfuchs sieht sie in der Tundra ja schon von Weitem. Mal sehen, ob ich sie vielleicht in den nächsten Jahren wiedersehen werde - ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen!

Dienstag, 1. Juli 2014

Svalbard - 24-29 Juni

Ende Juni ist es auch in der hohen Arktis endlich soweit: der Sommer ist da! Im Norden Spitzbergens liegt noch immer viel Schnee; dort ist es teilweise noch sehr winterlich, aber in geschützten Buchten und Tälern entlang der Küste wird es jetzt definitiv sommerlich. Die Zugvögel sind alle angekommen und haben nun mit der Brut begonnen: überall befinden sich Nester, ständig übersieht man Eiderenten, Gänse, Meerstrandläufer und Küstenseeschwalben, die ihre Eier einfach irgendwo auf der kargen Tundra ablegen und kaum zu entdecken sind.

Bei vielen Tieren sind die Rollen strikt verteilt: die unauffälligeren Weibchen kümmern sich um die Brut und meist auch Aufzucht der Jungen, während die bunten Männchen ihre Aufmerksamkeit eher auf Revierverteidigung und (wie im Falle der Eiderenten) nur auf sich selber liegen haben.
Es gibt in der Natur aber nichts, was es nicht gibt: das Thorshühnchen ist da ein schönes Beispiel. Hier geben nämlich die Weibchen den Ton an: sie sind größer, bunter, und bestimmen so ziemlich alles. Sie suchen sich den Nistplatz aus und umwerben das kleinere Männchen, das für sie das Nest baut, die Eier bebrütet und die Jungen begleitet. Das Weibchen sucht sich nach der Eiablage oft ein neues Männchen aus, das für sie ebenfalls ein Nest baut und sich dann um ihre zweite Brut des Sommers kümmert.



Wenn sich in der Vogelwelt beide Elternteile um die Jungen kümmern, sehen sich die Geschlechter oft zum Verwechseln ähnlich: wie etwa bei allen Alken und Lummen. Die kleinsten der Familie der Alkenvögel, zu der auch die Papageitaucher gehören, sind die Krabbentaucher: gerade mal 20cm stehen sie hoch, sind sehr gesellig, lautstark - und fressen übrigens Krill, keine Krabben.



Krabbentaucher sind vielen gänzlich unbekannt: zu unrecht, denn man vermutet, dass sie zu den zahlenreichsten Meeresvögeln überhaupt gehören. Es ist sehr schwer, ihren Bestand zu schätzen, denn sie brüten in unübersichtlichen Geröllhalden und sind ansonsten nur auf hoher See in Eisnähe anzutreffen. Man geht von 15 Millionen Brutpaaren aus - global betrachtet ist das ist eine ganze Menge! Es gibt wenig "höhere" Tierarten, deren Populationen sogar dreistellige Millionenbeträge übersteigen: diese sind dann meistens irgendwie an den Menschen geknüpft (Mensch, Schaf, Rind, Nager ect.). Das setzt die Populationsgröße unserer eigenen Spezies (~ 7 Milliarden) dann auch mal in ganz anderes Licht. Von uns Menschen gibt es wirklich VERDAMMT viele!

Genauso, wie die Anzahl des Homo sapiens ansteigt, sinkt die Anzahl vieler Arktisbewohner. Wissenschaftler können das bei einigen nachweisen, bei vielen nicht - von den meisten Tieren haben wir nicht den blassesten Schimmer, wie viele es eigentlich gibt. Wer sich aber mit offenen Augen oft und über einen langen Zeitraum hinaus in der Natur bewegt, dem können Ungereimtheiten auffallen.
So wie mir in Punkto Eisbären auf Svalbard.


Hier auf Spitzbergen lebt die laut Eisbärenspezialisten gesündeste Bärenpopulation der Welt: 2-3000 von den weltweit geschätzten 20-25.000. "Gesund" ist die Spitzbergenpopulation, weil hier so gut wie gar nicht gewildert wird: Norwegen sowie die entlegene Lage schützen die Tiere wirklich gut. Das ist leider die Ausnahme, denn: an fast allen anderen Orten der Arktis werden unverhältnismäßig hohe Bärenzahlen offiziell und inoffiziell getötet - obwohl die Tiere ohnehin unter dem Klimawandel zu leiden haben. Aber solange es kein internationales Verbot auf den Handel von Bärenfell gibt, steigt die Nachfrage der Neureichen für ihre Pelzmäntel und Trophäensammlungen. Eisbär für Mode und Wände ist hoch im Kurs - gerade weil er ein Symboltier und eine seltene Spezies ist. Selbst hier in Longyearbyen gibt es ein Geschäft, in dem man Eisbärenfelle erwerben kann - ganz legal, trotz Klimawandel und aller ethischen Bedenken. Für mich ist es unvorstellbar, wie jemand dieses majestätische Tier als Statussymbol missbrauchen kann - aber es geschieht. Da kann sich der Eisbär in eine Reihe mit Elefant und Tiger stellen. Leider.


Die Bären auf Svalbard sind aufgrund des strengen Schutzes kaum scheu und lassen tolle Begegnungen zu. Irritierenderweise treffen wir fast ausschließlich auf Männchen - Weibchen werden extrem selten gesichtet. Und das liegt nicht nur daran, dass es schwer ist, ein Weibchen von einem Männchen zu unterscheiden, sondern auch, weil es immer weniger Bärinnen zu geben scheint. Diese gehen zum Winterschlaf an Land, wenn sie trächtig sind, und kommen mit ihren Jungen erst im März aus der Geburtshöhle, genau zu dem Zeitpunkt, wo die Ringelrobben ihre Jungen gebären. Die Robben sind auf den zugefrorenen Fjorden Zuhause, also halten sich die Bärinnen auch dort auf. Erst, wenn die Fjorde komplett eisfrei sind und die Robben wegschwimmen, kommen die Bären auf die Idee, sich nach dem Packeis umzusehen - das ist nun, in Zeiten des Klimawandels, aber längst aufgebrochen und nach Norden abgetrieben.


Ein Bär wird nur dann zum Packeis hinaus schwimmen, wenn er es wahrnimmt, also wenn es nur wenige Kilometer vom Land entfernt ist. In den meisten Fällen stecken die Bären schon im Frühsommer an Land fest - ohne Robben und folglich ohne Futter. Sie plündern Eiderentennester, suchen angeschwemmtes Aas, versuchen sich an der Jagd nach den für sie zu schnellen und außerdem zu mageren Rentieren - ansonsten gibt es hier auf Spitzbergen rein gar nichts für sie zu holen. Ausgemergelt, wie das Weibchen nach 5-6 Monaten Winterschlaf und dem Säugen der Jungen dann ist, wird es zuerst die Jungen verlieren. Und eventuell sogar selbst sterben, wenn es bis zum Winter keine Nahrung mehr findet.
 
Bisher habe ich jedes Jahr einen verhungerten Bären gesehen; das obrige Bild ist vom Juni 2013. Und letzte Woche trieb einer auf dem Packeis in Landnähe an uns vorbei: bis auf die Knochen abgemagert. Vielleicht hungerte er aufgrund von Krankheit, Verletzungen oder wegen eines entzündeten Zahns, das ist alles möglich. Es kann aber genauso gut sein, dass dieses Tier bis kurz vor seinem Tod an Land gefangen war; vielleicht den gesamten letzten Sommer bis in den Winter hinein. Denn auch dieses Jahr hat sich um Spitzbergen herum so gut wie kein Eis gebildet. Das Eis, was jetzt vor der Küste Nordsvalbards treibt, ist Packeis aus dem hohen Norden, das jetzt vom Wind nach Süden gedrückt wurde.


Dies sind Bilder, die keiner sehen will, ich weiß. Ich zeige sie euch dennoch, denn sie begleiten mich seit meiner ersten Saison hier oben und machen mich seitdem schon stutzig. Ja, auf den ersten Blick, scheint zu stimmen, was die Norweger sagen: dass es der Population gut geht und sie seit dem Jagdverbot von 1973 stetig anwächst. Immer wieder haben wir das Glück, dicke Bären auf dem Eis zu treffen, die vielleicht sogar noch am Kill stehen und vor Gesundheit nur so strotzen.




Aber diese Bären, das will ich noch einmal explizit wiederholen, sind alles Männchen. Man sieht so gut wie keine Weibchen mehr auf dem Packeis, und Mütter mit Jungen sind ohnehin ein seltener Anblick geworden. Von daher befürchte ich, dass wir seit mehreren Jahren Zeuge einer Krise sind, die kaum jemand bemerkt. Die Situation der Bären ist vermutlich vergleichbar mit der der Papageitaucher in Südisland. Die Tiere sind langlebig, wir sehen sie also noch in großen Zahlen: ohne Nachwuchs und mit immer weniger Weibchen kann sich jedoch keine Population halten. Ich fürchte, dass es in den nächsten Jahren einen enormen Einbruch in der Spitzbergen-Population geben wird.
Oh, wie wünsche ich mir, dass ich falsch liege! :-(





Montag, 23. Juni 2014

Svalbard - 20.Juni


Zurück von einer tollen ersten Reise entlang der Westküste Spitzbergens - in vier Stunden geht es wieder los... Es gibt diesen Sommer sehr viel Packeis im Norden und sehr gemischtes Wetter. Immer mal wieder lagen Robben oder sogar Walrosse auf den Eisschollen: und nach langem, langem Suchen fanden wir dann auch Eisbären draußen auf dem Packeis nördlich von Spitzbergen. Hier ein Männchen, dem wir (obwohl wir doch recht weit entfernt waren) nicht so ganz geheuer waren und das seine frisch geschlagene Ringelrobbe so weit von uns weggetragen hat, wie es ihm die Eisscholle erlaubte. Wir haben seine Privatsphäre dann natürlich respektiert und ihn in Ruhe gelassen. Eine beeindruckende Begegnung!



Sonntag, 15. Juni 2014

Pfingsten in der Þórsmörk, Teil 2

Für meinen diesjährigen, sehr spontanen Besuch in der Þórsmörk hatte ich Básar als mein Basislager erkoren. Dort herrscht eigentlich immer reges Treiben: ein Grund, warum ich bisher noch nie hier übernachtet habe. Básar ist der bevorzugte Campingplatz vieler Isländer hier in der Þórsmörk, die in kleinen Gruppen in Zeltanhängern oder Zelten übernachten und ihren ganzen Hausrat (und alle Haustiere) gleich mitbringen. Und eine Menge Alkohol. Gerade an Sommerwochenenden geht hier die Post ab! Der Campingplatz ist aber sehr groß und weit verzweigt: ich habe letztendlich ein ruhiges Eckchen gefunden und mich dank der Bäume auch relativ alleine gefühlt.
Blick über Básar nach Langidalur und den Berg Valahnúkur














 
Da ich vorhatte, tagsüber zu schlafen, waren mir die ganzen Leute auch egal: sollten sie ruhig bis tief in die Nacht feiern, ich würde nicht da sein! Tagsüber war der Lärmpegel sehr human - zumindest gemessen an der Anzahl an Menschen, die da war. Und so startete ich am ersten Abend auch schon los: nach dem Abendessen stieg ich den 805m hohen Útigönguhöfði empor; den Hausberg von Básar.




Was folgte, war einer der schönsten Tage meines diesjährigen Islandaufenthaltes. Die Sonne ging um 23 Uhr unter und um 3 Uhr wieder auf: dazwischen wurde der Himmel rosa und verwandelte sich die Landschaft in ein Aquarellgemälde.
 






Die Zeit verging wie im Fluge. Als die Sonne aufgegangen war, machte ich mich schließlich an den steilen Abstieg - und ein letztes Bild, als ich an den faszinierenden Tuff-Formationen vorbeikam, die so typisch für diese Gegend sind.

Zurück am Campingplatz herrschte jetzt Stille - und ich hatte ein ungewohntes Problem. Die Sommersonne erhitzte mein Zelt auf Saunatemperaturen und machte mir Schlafen unmöglich. Erst am Nachmittag, als der Schatten der umliegenden Büsche auf mein Zelt fiel, fand ich Schlaf. Am Abend wachte ich wieder auf, kochte mein Abendessen bzw. Brunch, und überlegte, was ich tun sollte. Denn plötzlich lagen tiefe Wolken über dem Tal, die aber nicht zu dick erschienen und keinen Regen brachten. Und als meine nächsten Nachbarn, schon deutlich angeheitert, laut zu singen begannen, startete ich los: den Wanderweg Fimmvörðuháls empor, hinein in die Wolken, hinein in den Nebel. Ich wollte so hoch aufsteigen, bis die Wolken unter mir lagen. Natürlich wusste ich nicht, ob mir das gelingen würde, aber einen Versuch war es auf jeden Fall wert. Von einem Sonnenaufgang über den Wolken hatte ich schon lange geträumt!

Zwei lange Stunden wanderte ich durch den Nebel und folgte ich dem sehr gut zu erkennenden Wanderweg, der über den Pass Fimmvörðuháls nach Skógar führt. Ich überquerte die Morrinsheiði (800m hoch gelegen) und wollte gerade über den Heljarkambur auf 1000m aufsteigen, als plötzlich die Sonne durchbrach. In nur wenigen Minuten senkte sich der Nebel um gut 200m ab: und ich stand über einem Meer aus Wolken. Was für ein fantastischer Anblick!

Blick von der Morrinsheiði. Links in rosa der Eyjafjallajökull (1666m), der schwarze, von Wolken umwaberte Berg ist der Útigönguhöfði (805m), auf dem ich am Tag zuvor stand. Die Sonne geht hinter den Tindfjöll (1251m) unter, und ganz rechts im Vordergrund ist das Heiðarhorn (~800m). Panorama aus 5 Aufnahmen.



     
In den folgenden Stunden erlebte ich, wie der Hochnebel sich ständig hob und senkte, um in der Mitte der Nacht dann gänzlich zu verschwinden. Als die Sonne aufging, krochen die Wolken aber vom Talausgang wieder zum Gletscher empor, bäumte sich an Bergen auf, floss Täler hinab wie Wasserfälle. Es war wunderbar!




"Da liegt Emstrur!"
Selbstportraits in gestellten Posen mache ich ja nun wirklich nicht oft - hier aber hat es einfach nur Spaß gemacht!
Und das Bild gibt es natürlich auch ohne menschlichen Störfaktor...



 
Ich bin immer noch ganz euphorisch von dieser beeindruckenden Nacht: mit ihr hat sich ein langgehegter Traum erfüllt. Zum ersten Mal im Leben habe ich in Island einen Sonnenaufgang über Hochnebel erleben dürfen - hach, wunderbar, gerne jederzeit wieder! Diese fantastische Mittsommernacht ging viel zu schnell vorbei. Erst, als ich völlig gesättigt von den ganzen Eindrücken nach dem Sonnenaufgang die Kamera wegpackte, eine Weile in der Sonne lag und die letzten Nebelwolken verdunsten sah, erst dann fiel mir auf, was für ein Tag es war: mein Geburtstag. Ein schöneres Geschenk hätte mir niemand machen können!
 

Jetzt, ein paar Tage später, habe ich Island schon wieder verlassen: ich bin nun wieder in Svalbard, wo ich den Sommer verbringen werde. Ich plane, mich öfters zumindest mit ein, zwei Fotos zu melden. Schaut mal vorbei, ich werde mir Mühe geben, mich zu melden!







Dienstag, 10. Juni 2014

Pfingsten in der Þórsmörk: Teil 1

Unmittelbar vor Beginn meiner Svalbardsaison wollte ich noch eine kleine Reise in Island unternehmen. Meine Bronchitis ist nach drei Monaten endlich so weit abgeklungen, dass ich mich wieder für alles gerüstet fühle, und außerdem ist es jetzt auch so warm, dass ich nicht ständig Gefahr laufe, mich wieder zu erkälten. Und weil die Wettervorhersage über Pfingsten ganz hervorragend war, und ich spontan Lust dazu hatte, reiste ich, mal wieder, in die Þórsmörk.

Es mag einigen vielleicht verwunderlich erscheinen, dass es mich schon wieder in dieses von Gletschern umrahmte Tal zieht, und nicht in andere Gegenden Islands, die ich teilweise noch gar nicht kenne. Die Þórsmörk ist mir mittlerweile so etwas wie eine kleine Heimat geworden: ich war schon so oft da, habe ja auch als Hüttenwart Wochen dort verbracht, kenne die Leute, die dort arbeiten, die Ranger, Hüttenwarte, Busfahrer und Guides. Dennoch habe ich noch relativ wenig von der Umgebung gesehen: ich habe dort gearbeitet und relativ wenig Ausflüge gemacht; und Urlaub und Arbeit sind einfach nicht dasselbe.
Außerdem habe ich mich bisher fast ausschließlich in der Þórsmörk aufgehalten: nicht aber in Goðaland.

Þórsmörk und Goðaland. Rot: die drei Hütten/Campingplätze. Dunkelrot: die Wanderwege Laugavegur und Fimmvörðhals. Blau: die drei 800m hohen Berge, von denen die kommenden Fotos gemacht wurden. Und nur als Zusatzinfo: das neue Lavafeld des Ausbruchs von 2010 am Fimmvörðuhals als Schatten zwischen Eyjafjalla- und Mýrdalsjökull.








    
Kaum einer weiß, dass die Hütte Básar eigentlich gar nicht in der Þórsmörk liegt, sondern in Goðaland, dem Land der Götter. Goðaland ist die Gegend südlich des Flusses Krossá, Þórsmörk ist der Bergrücken nördlich davon. Beide Gegenden sind wunderbar, unterscheiden sich aber doch sehr. In Goðaland gibt es die höheren Berge, die tieferen Schluchten, die Gletscher. Und genau das reizte mich, genau deswegen war ich diesmal gekommen.

Jetzt, Anfang Juni, strömen Wanderer in die Gegend. Der 26km lange Wanderweg Fimmvörðuháls, der von Skógar nach Þórsmörk/Goðaland führt, ist seit Anfang des Monats begehbar, allerdings liegt noch viel Schnee auf dem höchsten Punkt auf knapp 1100m zwischen den Gletschern. Der Laugavegur ist allerdings, wie in den meisten Jahren, noch nicht geöffnet. Das hat zur Folge, dass viele Wanderer zu Fuß über den Pass nach Þórsmörk kommen, diese aber wieder per Bus verlassen. Und jedes Jahr aufs Neue sind die Busfahrer vom Ansturm überrascht. Auf der Hinreise saß ich zusammen mit 8 anderen im Bus: die Rückfahrt aber sah ganz anders aus. Und weil das so absurd war, so typisch isländisch pragmatisch, will ich diesen Bericht mit der Heimreise beginnen. Wer sagt denn, dass alles chronologisch sein muss...? :-)


Ein Bild aus dem Jahr 2011.
So viel Asche wird mitterweile nicht mehr aufgewirbelt.
Der hochgelegene, vierradgetriebene Bus fährt planmäßig alle Hütten ab, und beginnt bei der Hütte Básar. Etwa 35 Gäste stiegen dort ein, der Bus hat Plätze für etwa 40 Personen: es war also schon ziemlich voll. Der Gletscherfluss Krossá stellte diesmal dankbarerweise kein Problem dar, aber unmittelbar vor der letzten Hütte, Húsadalur, gab es einen Knall und einen Windschwall im Bus: die vordere Dachluke hatte sich verselbstständigt und Flugunterricht genommen. Weil für die dreistündige Fahrt nach Reykjavik Regen angekündigt war, vertäute der Hilfsbusfahrer das angebrochene Plastikfenster fachgerecht
nach echter isländischer Art:
es konnte weitergehen!


Dann aber gab es ein kleines Problem: in Húsadalur warteten noch einmal 33 Wanderer darauf, zur Ringstraße zu gelangen. Es gab aber nur noch 5 freie Plätze im Bus.

Was nun? Es gab keinen Ersatzbus, und niemand der Reisenden (die übrigens alle schon bezahlt hatten) wollte 3 Stunden auf einen Ersatzbus aus Reykjavik warten.



Ich habe ja schon allerlei erlebt, aber was jetzt kam, das war wirklich unglaublich. Als wir verstanden, was geschah, brach der ganze Bus in hysterisches Kichern aus.

Denn der Busfahrer, ganz pragmatisch, schickte all jene, die keinen Platz bekommen hatten, in den Essenssaal der Hütte.
Jeder sollte sich einen Stuhl holen: einen ganz normalen, altmodischen Holzstuhl. Die Anweisung war einfach: hinsetzen, in den Mittelgang, so dicht wie möglich.

Zwei zierliche Mädels wurden von ihren Partnern auf den Schoß genommen.
Und der Hilfsbusfahrer saß neben dem Armaturenbrett.

Was geht, das geht!

Trotzdem mussten fünf Leute die einstündige Fahrt bis zum Seljalandsfoss im Stehen zubringen, und drei weitere kamen gar nicht mit, obwohl sie bezahlt hatten: aber wir trafen sie später in Hvolsvöllur wieder, sie waren von einem Jeepfahrer mitgenommen worden, der die ganze Aktion beobachtet hatte.


Beim Seljalandsfoss enstpannte sich die Lage, als bestimmt 20 Leute ausstiegen, um entweder in den Bus Richtung Osten oder aber in ihre eigenen, dort geparkten Fahrzeuge umzusteigen.

Obwohl einige wenige Miesepeter dabei waren, die das ganze absolut unmöglich fanden, sah man fast ausschließlich lachende Mienen.

Busfahren in Island - in der westlichen Welt ist das an Absurdität wohl kaum zu toppen!

Freitag, 23. Mai 2014

Borgarfjörður Eystri

Ich lebe momentan ein ziemlich aufregendes Leben: entweder als Guide auf Expeditions-Schiffen, oder als Vortragsredner und reisender Fotograf in Deutschland. Diese beiden Jobs ergänzen sich hervorragend und sind genau das, was ich so liebe: aufregend, anspruchsvoll und abwechslungsreich. Immer neue Herausforderungen, immer neue Gegebenheiten - aber eben auch immer neue Menschen. Und davon viel. Sei es nun bei den Seminaren und Vorträgen in Deutschland, oder auf den Schiffen: 12-140 neue Gäste alle 7-30 Tage, Unterbringung in Doppel- bis Viererkabinen, Freizeit geht dabei gegen Null. 'Einsamkeit' ist etwas, das man als Guide nicht kennt. Obwohl gerade ich das doch eigentlich sehr schätze.

Genau deswegen habe ich mir, genau wie auch schon im vergangenen Jahr, dieses Frühjahr frei genommen. Ich hätte ohne Probleme Arbeit finden können, entweder in Island oder auf besagten Schiffen, die jetzt über die britischen Inseln und die norwegische Küste über Bjørnøya nach Svalbard fahren. Aber nein: ich will Zeit für mich haben. Zeit zum Sein, Zeit zum Denken, Zeit zum Erledigen von vielen, kleinen Dingen, die sonst auf der Strecke bleiben.

So habe ich mir dieses Jahr Borgarfjörður Eystri als Kurzzeit-Domizil ausgesucht: ein Fjord im Osten Islands, der lustigerweise genau nicht mehr zu den Ostfjorden gehört. Irgendwer hat mal bestimmt, dass die Ostfjorde südlich des Berges Glettingur liegen, und Bakkagerði im Borgarfjörður Eystri grenzt genau an diesen Berg: nur eben auf der anderen Seite der Ostfjord-Grenze.

Am Ende des kleinen 'östlichen Borgarfjörður' liegt das Dorf Bakkagerði. Die 100 Einwohner arbeiten entweder mit Fisch (es gibt hier eine kleine Fischfabrik und einen etwas außerhalb liegenden Hafen mit ein paar ganz kleinen, privaten Fischkuttern) oder in der Landwirtschaft. Und ich denke einige arbeiten auch irgendwie selbständig am Computer, und natürlich im Tourismus (es gibt hier 3 Übernachtungsmöglichkeiten sowie einen Campingplatz).

Viele Isländer bezeichnen den Fjord und seine umliegenden Berge als den schönsten Teil Islands. Das wundert mich nicht, denn Isländer lieben bekanntlich das Liebliche. Und hier ist es lieblich! Es ist sehr grün, die aus den Grasflächen und Heiden herausragenden Berge sind 'nur' bis in den Frühsommer hinein schneebedeckt, danach leuchten sie in allen Rhyolitfarben. Zwischen den markanten Berggipfeln gibt es viele relativ niedrige Pässe, über die man in die angrenzenden, unbewohnten kleinen Fjorde und Buchten wandern kann, die aber auch alle mit Jeeps über Bergpfade erreichbar sind. Das ist perfekt für Isländer, die sehr ungern schwere Rucksäcke tragen und stattdessen ein Auto vorschicken, das ihnen auch Alkohol und Lammkeule zur Hütte bringt. Folglich gilt das Gebiet als Wanderparadies, und jeder, der mal hier gewesen ist, schwärmt davon.


Ich bin jetzt drei Wochen hier, und ja, ich muss sagen, ich mag diese Gegend auch. Sie ist mir fast zu lieblich - ich mag es ja eher rau und wild; dementsprechend begeistert war ich über einen unerwarteten Wintereinbruch Anfang Mai. Das Gras fing gerade an zu sprießen, die Zugvögel begannen zu brüten: und dann kamen die deutschen Eisheiligen bis nach Island. Es schneite zwei Tage lang und lagen 10cm Schnee. Ich fand's klasse!


Jetzt reicht's aber auch mit dem Winter: es ist schön, dass es wieder grün wird. Langsam verstehe ich, was diese Gegend so attraktiv macht: die Farben, die Weite, die wunderschönen markanten Berggipfel, die nur wenigen menschlichen Störfaktoren. Ich habe hier ja jetzt 'nur' in der direkten Umgebung der Ortschaft fotografiert: gerne würde ich einmal im Sommer herkommen und die Gegend jenseits der Berge erkunden! Selbst wenn sie grün und lieblich ist... ;-)

In den vergangenen drei Wochen habe ich wenig Zeit draußen verbracht. Das lag einerseits am Wetter, das relativ bescheiden war, vor allem aber an einer sehr hartnäckigen Bronchitis, die mich immer nur stundenweise und sehr warm verpackt aus dem Haus gelassen hat. In den letzten Tagen aber ging es mir wieder so gut, dass ich mich endlich wieder länger und weiter von Bakkagerði entfernen konnte. So hatte ich mir das vorgestellt!
Dyrfjöll (1136m), die 'Türberge' mit der 'Tür' (856m). Und nem Bach.

Und ja, der Sommer kommt: wie immer verzögert im Norden Islands, wir sind hier etwa 2-3 Wochen später dran als das jetzt schon grüne Südisland, aber die Pflanzen lassen sich nicht beirren. Das Gras sprießt und die ersten Blüten öffnen sich! Da lasse sogar ich mich zu einem Blümchenfoto bewegen.


Als ich Anfang Mai herkam, wusste nicht viel von diesem Fjord: und war dementsprechend überrascht, als ich hörte, dass es hier eine Papageitaucherkolonie gibt. Die putzigen Vögel kamen bereits im April und sind jetzt, Mitte Mai, schon mit der Brut beschäftigt. Einige Spätzünder oder Sauberkeitsfanatiker beschäftigen sich aber immer noch mit dem Putzen der Bruthöhle - Papageitaucher sind reinliche Tiere!

Sie sind sogar so reinlich, dass sie ihren bis zu zwei Meter (normalerweise aber um ein Meter) langen Bruttunnel in "Wohnzimmer" und "Toilette" unterteilen.
Wie kann man sich das vorstellen? Die Vögel brüten in einem Tunnel in der Grasnarbe, den sie mit Schnabel und Krallen graben. Das tun sie aber nicht jedes Jahr aufs Neue, sondern sie nutzen den gleichen Bau wie im Vorjahr, verteidigen ihn auch hartnäckig gegen Konkurrenten. Deshalb sind die Paare auch weitestgehend monogam: aber nicht, weil sie sich gegenseitig erkennen, sondern weil sie zur gleichen Bruthöhle wie im Vorjahr zurückkehren. Wenn sich einer im Nest verirrt, hat er 'nen neuen Partner, sozusagen...

Jedes Jahr bessern die Paare den Tunnel aus, säubern ihn und polstern das Nest im etwas vergrößerten Tunnelende mit Gras und Federn. Dann wird sich abgewechselt mir dem Bebrüten des einen Eis und später dem Warmhalten und Füttern des Kükens. Die Eltern koten draußen, das Küken aber kommt erst aus dem Tunnel, wenn es flügge ist, und das ist erst im August/September der Fall. Bis dahin besteht die Welt für das Küken nur aus "Nest" und "Klo". Je älter das Küken ist, desto länger läuft es zum Klo (also desto näher am Ausgang wird geschissen). Riechen tut es da überall gleich, aber immerhin bleibt das Küken sauber - und seine Federn auch, und das ist das wichtigste.

Jetzt aber genug von dieser Scheißangelegenheit - statt dessen noch ein Bild, das ich bei meinem bisher einzigen Besuch der Kolonie machen durfte.
Viel Spaß - und bis bald!



Mittwoch, 9. April 2014

Lebenszeichen

Hallihallo!

Mein letzter Blog ist nun vier Monate her - oje, was soll ich sagen: "regelmäßig" ist jedenfalls etwas anderes. Ich verspreche, dass ich in den kommenden Wochen öfters von mir hören lassen werde: und beginne damit hier, jetzt, wenn auch nur kurz. Aber vielleicht ist das ja ein Weg: mich öfters mit weniger Text zu melden.

Ganz kurz nur: es geht mir gut; ich bin seit Anfang März in Island und habe, nach dem Stress der letzten Monate, seit langem wieder einmal richtig entspannen können. Zwei wunderbare, wenn auch wettertechnisch nicht ganz einfache Ausflüge liegen hinter mir: eine sechstägige Skiwanderung mit Pulka beim Mývatn in Nordisland, und eine siebentägige Zeltreise nach Stokksnes und Skaftafell in Südostisland. Jetzt bin ich erstmal einige Zeit in Reykjavík, hole einiges an Computerarbeit nach, und beginne, mich für die Sommersaison vorzubereiten.

Ich werde diesen Sommer wieder auf Spitzbergen arbeiten und von Juni bis August als Guide und AEL auf den Schiffen Quest und Ocean Nova unterwegs sein. Danach geht es mit letzterer auf nach Grönland, und dann werde ich wieder ein paar Wochen auf Island sein, bevor die Antarktissaison wieder losgeht. Von Mitte Oktober bis Weihnachten werde ich dann in der Antarktis sein: und dann beginnt die zweite Vortragssaison der "Inseln des Nordens"! Langweilig wird es im kommenden Jahr definitiv nicht werden!

So viel auf die Schnelle: ich werde mich wie gesagt ganz bald ausfühlicher zu einem dieser Themen melden, eventuell sogar mit aktuellen Fotos.
Apropos aktuelle Fotos: hier ein Bild von vergangener Woche: Gullfoss, Islands wohl bekanntester Wasserfall, dem ich auf dem Rückweg nach Reykjavík eine Nacht lang besuchte.