Donnerstag, 9. Oktober 2014

A Song of Ice and Fire


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Der Zivilschutz und die isländischen Medien verbreiten eigentlich seit Beginn des Ausbruchs totale Panik, was giftige Gase angeht. Ja, es stimmt, dieser Vulkan stößt eine Menge Gase aus, die dem Menschen in zu hoher Dosis schaden können. Und ja, wenn es total windstill wäre, dann würden sich diejenigen Gase, die schwerer sind als Luft, in Tälern und Mulden nahe der Ausbruchsstelle sammeln, und dann könnte man dort an CO2 oder CO ersticken. Es ist auch wahr, dass zu viel SO2 die Lunge verätzt, und dass es generell gesünder ist, all diese Gase nicht in zu hoher Konzentration einzuatmen.

Was aber verschwiegen wird, ist, dass dieses Risiko sehr berechenbar ist. Dieser Vulkan liegt direkt am Vatnajökull (Gletscher = kalte Luft = ständiger Fallwind) und es ist Herbst, sprich: hier weht immer Wind. Der wirbelt Gase und Luft durcheinander hindert sie daran, "Blasen" am Erdboden zu bilden, in denen Lebewesen Schaden nehmen könnten. Wenn man sich also auf der Luvseite des Ausbruchs aufhält und nicht gerade in diese Eruptionswolke hineinläuft, um sich dort absichtlich seine Lungen mit CO / CO2 / SO2 vollzupumpen, dann braucht der normal-gesunde Mensch keinerlei Angst zu haben. Und kann sich der Lava ohne Probleme nähern - ganz ohne Gasmaske.

Von daher gilt, wie immer, dass man einfach seinen gesunden Menschenverstand nutzen muss und den Naturgewalten gegenüber aufmerksam sein sollte. Von wo kommt der Wind, ändern sich die Wolken, schlagen eine andere Richtung ein? Man sollte sich einfach nicht zu weit vom Auto entfernen und außerdem die Gasmasken griffbereit haben, für den Fall der Fälle, dass man etwas Komisches riecht, sich unwohl fühlt oder die Augen zu brennen beginnen.

Die Lava kroch über den Gæsavatnaleið: eine Fahrspur vom vorherigen Tag war so gerade noch sichtbar...

Seit dem Nachmittag des 26. September waren wir nun bei der Eruption in Holuhraun, und das Wetter wurde beständig besser. Der Wind verebbte, im Westen klarte es auf, die untergehende Sonne brach durch und beschien die Eruptionswolke, die watteweich über dem Krater stand.


Besagter Krater hat schon einen Namen: Baugur heißt er und liegt ganz im Süden des Lavafeldes. Es ist eine längliche Spalte, in der Lavafontänen brodelten. Es war uns nicht möglich, realistisch zu schätzen, wie weit dieser Krater von uns entfernt war (600-1000m?), wie hoch seine Ränder aufragten (knappe 100m?) oder gar wie hoch die Fontänen in den Himmel spritzten (bis zu 150m?). Das war aber ehrlich gesagt auch nicht so wichtig. Ich konnte eh kaum etwas anderes tun, als Staunen, und nebenbei erstaunlich viele Fotos machen.


Das Licht änderte sich jetzt im Minutentakt; je dunkler es wurde, desto prägnanter sah man das Glühen der Lava. Ab und an hörte man den Krater; es klang wie ein auf- und abschwellender Wasserfall. Oder wie ein Herzschlag: ich stand hier am Puls der Erde.
Hier schlug das Herz Islands.



Zäh und langsam wie Schlamm wurde das glühende Gestein in die Luft geschleudert, fiel ab und an außen an den Seiten herab und glühte dort noch etwa 20 Sekunden nach.

Es gab so viel zu sehen, so viele Detail zu entdecken, so viel zu staunen - die Zeit verging nicht einfach nur schnell, nein, sie raste. Und war doch ewig lang, gefüllt voller Wunder... Da war zum Beispiel das Aha-Erlebnis, dass plötzlich auch der Himmel abseits des Kraters glühte: im Lavafeld selber befindet sich ein Fluss aus geschmolzenem Basalt, den man von uns aus zwar nicht sehen konnte, der aber die Wolken von unten anstrahlte. Über diesem Lava-Fluss bildeten sich Windhosen, kurzlebig und filigran.


Je dunkler es wurde, desto unglaublicher wurden die Ansichten und Fotomotive. Ich habe mir sowas bisher nicht einmal ansatzweise vorstellen können! Das Tageslicht schwand, und plötzlich war da Licht von unten. Licht, das bei ganz genauem Hinsehen an- und abschwoll, wie ein Pulsschlag: sei es durch plötzliche starke Eruptionen im Krater, oder im Kleinen, außen an den aktiven Lavaströmen.

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Was diesem Erlebnis die Krone aufsetzte, war die Tatsache, dass wir vier gänzlich alleine an diesem Vulkan standen. Niemand außer uns war an dem Tag angereist; wer eine Genehmigung hatte, der ließ sich wohl von der Wettervorhersage abschrecken. Der starke Wind sorgte außerdem dafür, dass Flugzeuge und Helikopter am Boden bleiben mussten: eine einzige Cessna flog Nachmittags zwei, dreimal über den Ausbruch, bevor sie wieder verschwand. Auch die acht Meteorologen hatten wir nur zweimal gesehen, als sie mit ihren beiden Jeeps genau an der Kante des Lavastroms entlangfuhren, vermutlich mit eingeschaltetem GPS-Gerät, um die neuen Umrisslinien des Lavafeldes aufzuzeichnen.

Seit ich dort gewesen bin, sehe ich die Berichte und Bilder über diese Eruption mit gänzlich anderen Augen. Jetzt verstehe ich, wie groß dieser Ausbruch wirklich ist. Ein Lavafeld von 10km Länge. Ein Krater, der alle paar Sekunden eine Schwimmbadladung Magma ausspuckt. Ein Fluss glühenden Gesteins, mehrere Meter breit und tief, der sich in einem Canyon nach Nord-Osten bewegt. Das Lavafeld wird täglich um ein bis zwei Quadratkilometer größer, hat nach einem guten Monat schon über 50 Quadratkilometer Land unter sich begraben - das sind Ausmaße, die man sich kaum vorstellen kann!
 

Die Nacht kam, und mit ihr die Wolken. Der Wind nahm stetig zu, bis er in starken Böen über das Land peitschte. Und dann begann es zu schneien.
Die Nacht ist mittlerweile wieder länger als der Tag, und da man von der Eruption nun ohnehin kaum noch etwas sah, schliefen wir ein paar Stunden. Als wir uns in der Morgendämmerung müde aufrafften, da sah die Welt so aus:


Über Nacht hatte es zehn Zentimeter geschneit; der starke Wind trieb den Schnee in Wehen zusammen. Wir sahen zwar den Krater in der Ferne durch die Wolken lugen, aber wir wollten eigentlich bald zur Drekihütte zurückkehren, denn auch der Wind hatte sich verändert. Er blies die Vulkangase jetzt in unsere Richtung: noch ein paar Grad weiter in Richtung Nordwesten, und wir würden die berühmt-berüchtigte Schwefeldioxidluft schnuppern... Also begnügten wir uns damit, den glühenden Teil des Lavafeldes am Gæsavatnaleið zu besuchen. Da angekommen, vergaßen wir mal wieder alle Sorgen, denn schon wieder war der Anblick einfach nur UNGLAUBLICH.


Direkt an der Kante war der Schnee geschmolzen und köchelte vor sich hin. Dennoch blieb der Schnee teilweise erstaunlich lange auf der Lava liegen, wurde von ihr berührt und schmolz mit enormer Verzögerung. Einerseits mag das am Wind gelegen haben, der immer wieder neuen Schnee vor die Lava gepackt hat. Andererseits scheint Lava selbst in heißem Zustand ein extrem schlechter Wärmeleiter zu sein.


Immer wieder musste ich mich in Gedanken zwicken, so unglaublich war dieses Erlebnis.
Lava und Schnee, Feuer und Eis - gegensätzlicher können Elemente gar nicht sein. Dazu der heulende Wind, der den Schnee prasselnd über das Land jagte und die vom Lavafeld aufsteigenden Dampfschwaden einfach davonriss.

Die Lava ließ sich von dem Wetter und dem Schnee überhaupt nicht beeindrucken: langsam schob sie sich immer weiter nach Westen. Der Schnee seinerseits war so nass und so kompakt, dass er eine zusammenhängende Schicht von 8-10cm Dicke bildete - und von der Lava in Schollen aufgetürmt wurde. Statt den Schnee direkt zu schmelzen, verhielt sich die Lava wie ein Gletscher, der eine Endmoräne vor sich herschiebt. Erstaunlich!







Ich bin noch immer völlig geplättet von all den Eindrücken, die in den wenigen Stunden auf mich eingestürmt sind - den anderen ging es da nicht anders, denke ich. Eine effusive, hawaiische Eruption sehen zu wollen und davon zu träumen ist eine Sache, aber nichts kann einen auf das vorbereiten, was man letztendlich erlebt. Diese unglaublichen Gegensätze! Diese erstaunliche Lebendigkeit des glühenden Gesteins, das fast etwas Organisches aufweist: beinahe, als stände man einem riesigen Lebewesen gegenüber.

Am Vormittag kehrten wir zur Drekihütte zurück und erkundigten uns nach der Wettervorhersage. Unsere Genehmigung war noch für einen Tag gültig, aber als für den Abend Sturm mit viel Niederschlag angekündigt wurde, beschlossen wir einstimmig, zur Ringstraße zurückzufahren. Nach der vergangenen Nacht waren wir ohnehin alle geplättet und schwammen auf einem Hoch der Emotionen.

Nach einer Fahrt durch eine schwarz-weiße Welt aus abstrakten Mustern und Formen meldeten wir uns bei der Bergrettung ab und waren am Abend dann wieder in der Zivilisation. Im Kopf war und bin ich aber weiterhin noch am Vulkan... Dieses Erlebnis lässt einen so schnell nicht mehr los!

So, das war's fürs Erste vom Vulkan in Holuhraun und diesem unglaublich spannenden Islandaufenthalt! Ich kann irgendwie noch gar nicht glauben, dass ich das alles tatsächlich erleben durfte. Es ist, als wäre ein Teil von mir dort geblieben und käme erst allmählich wieder zurück... Was für ein riesiges Privileg dieser Besuch doch gewesen war!

Island werde ich jetzt verlassen und mich auf den Weg Richtung Süden machen: ich darf eine weitere Saison in der Antarktis verbringen und freue mich sehr darauf! Wann ich wieder etwas schreiben werde, weiß ich nicht - mal schauen, was Zeit und meine Internetverbindung mir ermöglichen werden!

Viele Grüße aus Island - und euch einen schönen Herbst! :-)

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Holuhraun: ein Traum wird wahr

Ursprüngliches Post-Datum: 30.09.2014
Als sich die Anzeichen für einen Ausbruch des Bárðarbunga vor über einem Monat häuften, hat der isländische Zivilschutz reagiert und die Gegend großräumig gesperrt. Das wurde für viele spätestens dann zum Ärgernis, als vor genau einem Monat die Eruption bei Holuhraun begann: eine solche Freiheitsbegrenzung ist man in Island nicht gewohnt! Die Polizei war mit mindestens zwei Jeeps vor Ort, die Bergrettung mit mindestens einem Monsterjeep, und wenn das Wetter es zuließ, rückte sogar der Helikopter aus, um alle abzufangen, die sich trotzdem in die Sperrzone gewagt hatten. Es wurden viele Geldstrafen verhängt und Leute dem Gebiet verwiesen: dieser Vulkanausbruch wurde (und wird auch immer noch!) besser bewacht, als so manches Gefängnis.

Quelle: www.vegagerdin.is






Warum aber das ganze Theater? Der Vulkanausbruch ist momentan relativ harmlos, wenn man von einer teilweise enormen Gasproduktion einmal absieht. Die wird von den Medien meiner Meinung nach allerdings zu groß aufgetragen: wenn Wind weht, kann man sich selbst direkt am Vulkan problemlos außerhalb der Wolke aufhalten; und in der Wolke helfen Gasmasken, die man definitiv dabeihaben sollte. Der eigentliche Grund für die Vollsperrung ist aber, dass man weiterhin einen Ausbruch im Hauptkrater des Bárðarbunga fürchtet. Er liegt mitten im Gletscher Vatnajökull und hat in der Vergangenheit mehrmals riesige Fluten produziert. Da man immer vom schlimmsten Fall ausgeht, will man in der Lage sein, die ganze unzugängliche Gegend schnell zu evakuieren: das ginge natürlich nicht, wenn sich 100-500 Jeeps die Hochlandwege entlangschlängeln und jeder das macht, was ihm gerade passt.

Wenn diese Eruption jetzt für jeden unzugänglich wäre, dann würde das wohl auch von so gut wie allen akzeptiert werden. Das Problem hier ist aber, dass gerade in der Anfangszeit sehr viele Menschen dort waren, die definitiv weder Wissenschaftler noch Presse waren, sondern die einfach die richtigen Leute kannten: Vitamin B eben. Überall tauchten Trophäenfotos auf: Selbstportraits von übergewichtigen Ehepaaren unmittelbar vor den 70m hohen Lavafontänen, Facebookprofilbilder in Siegerpose, Protzfotos von mittelalten Herren in ihren Jeeps oder gar Quads, die eindeutig off-road vor der Lava umherfuhren. Sowas stieß nicht nur bei mir auf Unverständnis. Ziemlich bald war mir klar, dass ich nur auf einem Weg zum Vulkan kommen würde: nämlich indem ich mich ganz offiziell als Fotojournalist um eine Sondergenehmigung bemühte.

Die ganze Sache ins Rollen zu bringen, war ein Vollzeitjob - was auch daran lag, dass ich viele verschiedene Leute kontaktieren musste, um im Endeffekt nur wenige konkrete Antworten zu erhalten. Braucht man eine Genehmigung pro Auto, oder pro Person? (Pro Person, und alle Teilnehmer müssen bei der Registrierung statistisch erfasst werden). Kann man nun bei der Drekihütte übernachten, oder nicht? (Ja und Nein, zwei verschiedene Antworten). Muss man ein Schwefelmessgerät mitnehmen, und wenn ja, wo bekomme ich sowas? (Nein, muss man nicht, aber Gasmasken schon, und die waren ausverkauft. Letztenendes konnte ich doch genügend für alle organisieren, inklusive der richtigen Filter gegen Schwefeldioxid).

Für Isländer gelten andere Regeln als für Ausländer: letztere müssen einen Guide dabeihaben. Den musste ich ja auch noch finden und parallel eine Hochlandtour mit Jeep organisieren - etwas, das ich noch nie gemacht habe, weil ich meine eigenen Beine definitiv vier Rädern gegenüber bevorzuge...

Nachdem es tagelang nicht voran ging, hatte ich unerwartet schnell plötzlich die Genehmigung in den Händen - ein Meilenstein! Zwei Tage später war es dann soweit.

Das "Team Vulkan" bestand ursprünglich aus fünf Personen. Ich bin nicht reich und sehe es nicht ein, viel Geld und/oder Ressourcen für solch egoistisch-begründete Aktionen auszugeben, also musste improvisiert werden. Meine in Island lebende Freundin Arianne kannte einen Guide, der unbedingt zum Vulkan wollte: ich brauchte ihn und er brauchte mich. Er brachte den Jeep, Arianne kam als Fahrerin mit, und dann war ich mit zwei Deutschen in Kontakt, Christiane und Jens, die wie ich über einen Presseausweis verfügten und Berichte schreiben bzw. fotografieren wollten. Wenn der ganze Aufwand schon betrieben wurde und ein ganzer Jeep ins Hochland rollte, dann wollte ich so vielen wie möglich dieses tolle Erlebnis ermöglichen. Christiane sagte letztenendes leider ab, also waren wir doch nur zu viert, als wir am 26. September starteten, einem Freitag Morgen. Wir fuhren ins Ungewisse: die Wettervorhersage war schlecht, und am Tag zuvor war das gesamte Gebiet evakuiert worden, weil die Wolke genau über Dreki wehte und die Schwefeldioxidwerte zu hoch waren.




Die Anfahrt ins gesperrte Gebiet ist nur über eine einzige Piste erlaubt: bei Krepputunga südlich von Möðrudalur steht mitten im Hochland der Kontrollpunkt, bei dem sich alle ein- und austragen müssen. Jeweils zwei Bergretter (Freiwillige aus dem ganzen Land) sitzen dort jeweils 24 Stunden lang und passen auf, dass alle authorisiert sind, die hineinfahren. Sie haben einen kleinen Generator - und die einzige Kaffeemaschine weit und breit. Deswegen kommt die Streife der Polizei mindestens einmal täglich vorbei, um sich ihre Tasse Kaffee abzuholen. In Island geht bekanntlich gar nichts ohne das schwarze Gesöff!

Von den leicht gelangweilten Bergrettern erfuhren wir
, dass wir die einzigen Nichtwissenschaftler waren, die seit der gestrigen Evakuierung nach Askja fuhren. Viel Betrieb erwarteten sie nicht - nicht bei der schlechten Wettervorhersage! Aber immerhin war das Gebiet wieder offen und befanden sich etwa 15 Leute vor Ort: Wissenschaftler, Polizisten und ein Ranger.

 
Die Dreki-Hütte bei Askja ist momentan ausschließlich Wissenschaftlern vorbehalten. Zwei weitere Hütten sind verschlossen, in einer vierten (der kleinsten) ist die Polizei stationiert. Die Wissenschaftler wollen nicht von Medienfritzen belästigt werden: in meiner Genehmigung steht sogar schwarz auf weiß, dass man sie bloß nicht bei ihrer Arbeit stören soll.

Dankbarerweise durften wir uns dennoch für eine Stunde in der Haupthütte aufhalten und trafen dort auf acht dieser geheimnisvollen, heiligen "Wissenschaftler". Meiner Meinung nach waren es eindeutig Vulkantouristen:
Die vier älteren Ehepaare waren im Namen des Meteorologischen Instituts Islands unterwegs, um irgendwelche Messungen durchzuführen - und sich den Vulkan anzugucken, klar. Da der Wind aber so stark war, dass Sand und Bimssteine durch die Gegend flogen und die Sicht teilweise auf unter 100m begrenzte, warteten wir erstmal alle zusammen auf Wetterbesserung.




Nachmittags ließ der Wind endlich nach, und konnten wir die letzten Kilometer Richtung Süden zurücklegen. Und als wir dann den Dyngjuvatn passierten, war es endlich soweit: da lag sie vor uns, die Eruption in Holuhraun!

Bei der Drekihütte stationiert war auch ein Ranger, der sofort zu uns kam, um uns eine Detailkarte in die Hand zu drücken und uns die Regeln zu erklären. Er sagte uns, dass wir entlang der Lavakante auch offroad fahren dürften. Es handele sich hier "nur um Sand", da würde man keinen Schaden anrichten. Ich dachte erst, ich höre nicht recht, denn genau das sind doch die Argumente all jener, die überall abseits der Pisten ihre Kreise ziehen, illegal und um großen Ärgernis aller Naturfreunde!
Aber weiter sprach der Ranger: Die Verhältnisse wäre gerade ideal: die Ebene sei komplett trocken (dort fließt im Sommer ein Bach), und Lava war ohnehin gerade dabei, eine der Pisten (die Gæsavatnaleið) unter sich zu begraben. Daher wsei es uns während der Eruption ausnahmsweise erlaubt, innerhalb der sandigen Ebene die Wege zu verlassen, um zum Krater fahren zu können. 

Sehr interessant! Das erklärte dann auch die relativ vielen Bilder von Fahrzeugen abseits der Piste, die ich im Internet bereits gesehen hatte, und warum die Medien noch keine große Sache aus diesem eigentlich verbotenen und verpönten Off-road-Fahren gemacht hatten.

Nach meiner ersten Skepsis muss ich sagen, dass wir nach dem Sturm tatsächlich keinerlei Fahrspuren mehr sahen. Die "Wege" waren nur durch die regelmäßig aufgestellten Pfosten erkennbar. Die Reifen sanken aufgrund der Trockenheit und Kälte auch nicht ein, und die Spuren, die hinterlassen wurden, werden vom nächsten stärkeren Wind zur Unkenntlichkeit verweht. Dort, wo wir tiefe Spuren hinterlassen hätten (in der Nähe von Wasser oder in der alten Holuhraun) standen neue Absperrungen, die ganz klar machten, dass dass "Offroad Fahren" hier ein Ende hatte. Die Wissenschaftler dürfen zwar tun und lassen, was sie wollen, aber immerhin die Medien versuchen sie, unter Kontrolle zu halten und eventuelle Schäden zu begrenzen...




Der nördliche Teil der fast 10km langen Lavazunge war soweit erkaltet, dass er nicht mehr glühte; die Hitze aber war deutlich sichtbar. Ich war so dermaßen von den Socken dass ich gar nicht wusste, wo ich zuerst hinschauen und was ich zuerst denken sollte... Dass ich hier stehen würde, war noch bis vor wenigen Tagen ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Und jetzt, plötzlich, stand ich zum ersten Mal vor einem aktiven Pahoehoe-Lava Ausbruch. Toll!

Ein paar Kilometer weiter südlich war es dann soweit: orange glühendes Gestein kroch langsam über den windgepeitschten Sand. Es war ein unglaublicher Anblick: sowas hätte ich mir nicht zu Träumen gewagt!  
 
Es erstaunte mich, wie weit man sich der Lava nähern konnte. Trotz Rückenwindes war die Hitze schon aus 10 Metern Entfernung zu spüren; die Lava heizte die Luft wie eine gigantischer Ofen angenehm auf. Aber erst einen halben Meter von der Lava entfernt wurde es unangenehm heiß - das hätte ich auch nicht gedacht!

Mich interessierte jetzt vor allem, wie Lava wirklich ist. Sie leuchtete tatsächlich so neon-orange, wie man es auf den Fotos immer sieht. Die hellen Partien, die auf Fotos gelb ausschauen, sind eigentlich dunkel-neon-orange. Die Lava war, selbst wenn sie glühte, schon so weit abgekühlt, dass man Kristalle sah: es war keine glatte Flüssigkeit, sondern wirkte fast schuppig. Sie bewegte sich sehr langsam vorwärts; teilweise so langsam, dass man es gar nicht wahrnahm. Immer mal wieder qoll es mal hier, mal da hervor; manchmal eine Badewannenladung voll, selten eine halbe LKW-Ladung. Und alles schön gemächlich...



Mal war die Lavazunge flach und quoll relativ flüssige Lava von der Konsistenz eines zähen Brotteiges irgendwo hervor, mal war die Lavazunge 3-5 Meter hoch und rutschte scheppernd in schon erkalteten Brocken nach Vorne hin ab.

Das Gestein machte alle möglichen Geräusche. Es knisterte und bruzzelte wie Fett in der Pfanne, zischte wie ein Dampfkochtopf, plätscherte manchmal wie Wasser. Wenn die Lavawand so steil geworden war, dass sie abrutschte, dann klirrte es wie Glasscherben oder wie die Aufräumarbeiten nach einem Polterabend. 


Es roch … heiß. Ich erinnere mich noch gut, wie ich dachte: „So riecht also Hitze!“ Ein irre abstrakter Geruch. Heiß, definitiv heiß!
Übrigens: Schwefel roch ich niemals. Wenn überhaupt, dann roch die Lava abgestanden, staubig, eben das Gegenteil von 'frisch'. Es war höchst interessant!


Donnerstag, 2. Oktober 2014

... kurze Sendepause ...

Einige von euch werden schon mitbekommen haben, dass ich einen Blogeintrag online stehen hatte, der jetzt verschwunden ist. Das hat einen einfachen Grund: den Vulkanausbruch und sehr hoch schlagende Emotionen.

Der Vulkanausbruch bei Holuhraun ist seit Beginn der Eruption ein Sperrgebiet: man fürchtet einen Ausbruch im Hauptkrater des Bárðarbunga und eine Flutwelle, welche genau die Gegend treffen würde, in der sich der momentan harmlose Lavaausbruch befindet. Um einen Massenandrang wie beim Fimmvörðuháls zu verhindern, werden nur Leute mit einer Sondergenehmigung hineingelassen: und das sind meist Ausländer. Und das wiederum verärgert viele Isländer, denen verboten wird, das Gebiet zu sehen.

Nur um klar zu stellen: Ich finde es nicht in Ordnung, dass dieser Vulkanausbruch einerseits für alle geschlossen ist, aber trotzdem 'besonderen' Menschen der Zutritt gewährt wird. Entweder alle oder keiner, alles andere ist unfair. Es gäbe da so viele Alternativen: zum Beispiel könnten sie nur eine bestimmte Anzahl Fahrzeuge ins Gebiet lassen, damit die Gegend schnell evakuiert werden kann. Oder sie könnten die Sondergenehmigungen im Losverfahren für Isländer zulassen: dann würden im Laufe der Wochen viele Menschen den Vulkanausbruch sehen können, ohne dass der Zivilschutz die Kontrolle verliert.

Aber es läuft eben anders. Und die einzige Chance, den Ausbruch aus der Nähe zu sehen, ist, dieses Spiel mitzuspielen - ob es einem gefällt, oder nicht. Ich habe das Glück, Fotojournalist zu sein, und darum habe ich mich um eine Sondergenehmigung bemüht - und sie nach viel Stress und Arbeit auch erhalten. Vergangenes Wochenende war ich dann am Vulkan, und es hat jegliche Vorstellungen weit übertroffen. Dazu werde ich später mehr erzählen.

Am Tag meiner Rückkehr schickte ich drei kleine, schlecht aufgelöste Bilder ans Geologische Institut Islands, ohne weitere Hintergedanken, einfach nur, um ihnen die veränderte Situation vor Ort zu zeigen: es hatte nämlich zum ersten Mal geschneit. Ohne Rücksprache mit mir wurden besagte Bilder schon eine halbe Stunde später auf deren Facebookseite gesetzt - mit meinem Namen und Link zu meiner Facebookseite, immerhin - aber korrekt war das nicht! Plötzlich nutzten auch die staatliche Rundfunkanstalt und die Universität Islands meine Bilder im Netz und auf Twitter. Ich wäre fast zornig geworden, wären nicht die Klickzahlen auf meine Homepage in unbekannte Höhen gestiegen und hätte ich nicht innerhalb von drei Stunden sechs Nutzungsanfragen aus der ganzen Welt erhalten. Zu behaupten, dass ich von der Resonanz überrascht wurde, wäre eine Untertreibung gewesen...

Und so kommt es, dass einige meiner Bilder in den nächsten Tagen an verschiedenen Stellen auftauchen werden: beginnend mit der Titelseite von Islands größter Tageszeitung.


Damit wusste Island, dass ich vor Ort gewesen war - und begannen die Anfeindungen. Nach über einem Monat Reiseverbot ist der Frust bei vielen Isländern unerträglich geworden: mein Bild brachte das Fass für einige zum Überkochen. 
Ich kann es nachvollziehen, denn auch ich finde diese ganze Situation unfair. Allerdings finde ich es nicht korrekt, dass diese Leute jetzt ausgerechnet mich anfeinden, von all den Hunderten, die schon vor Ort waren. Außerdem gehe ich davon aus, dass sie jederzeit mit mir tauschen würden, um dann das gleiche zu tun, weswegen sie mich verdammen.

Mich berührt das Ganze aber nur wenig: ich sehe es als Kritik am System. Um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen, habe ich jetzt vorsichtshalber die beiden Blogeinträge vom Netz genommen und will einfach ein paar Tage warten, bis sich die Gemüter beruhigen. Ich kann an der Situation nichts ändern: ich bin lediglich umso dankbarer, dass ich den Ausbruch erleben durfte. Ganz offiziell - ob es einigen nun passt, oder nicht.

Von daher: in ein bis zwei Wochen gibt es die Bilder hier zu sehen. Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit - auf bald!

Sonntag, 21. September 2014

Bárðarbunga: so fern und doch so nah

Wie schon erwähnt, hatte ich das große Privileg, eine Reise nach Ost-Grönland zu begleiten: ein Ort, der vor allem durch seine unglaublichen Landschaften und Eisberge beeindruckt. Leider muss ich sagen, dass ich diese Schönheit nicht zu 100% genießen konnte, denn kaum, dass ich Island verlassen hatte, brach der Bárðarbunga aus. Das war ja wieder mal TYPISCH.

Quelle: www.isor.is
Der Ausbruch ereignete sich ziemlich weit nördlich der Caldera des Bárðarbunga: im alten Lavafeld Holuhraun gibt es seit dem 28. August eine wunderschöne Lava-Eruption gleichen Namens.
Im nebenstehenden Bild seht ihr unten links die Caldera des Bárðarbunga; die vielen Punkte sind Erdbeben. Und neben den roten Punkten befindet sich eine rosafarbene Fläche mit Namen 'Holuhraun' - genau dort fließt jetzt Lava.

Das Gebiet war und ist großräumig abgesperrt; hineingelassen werden nur Wissenschaftler, Medien, und Leute, die diejenigen kennen, welche etwas zu sagen haben. Und genau das ist die größte Ungerechtigkeit der ganzen Sache: ich kann verstehen, wenn aus Sicherheitsgründen das Gebiet zugemacht wird, aber dann sollten sie wirklich alle draußen lassen. So aber kommen erstaunlich viele an diese Eruption heran: aber eben nur diejenigen, welche die richtigen Leute kennen. Dazu gehöre ich leider nicht... Ich habe wirklich alles mögliche probiert, aber es kommt ein weiteres Problem hinzu: ich besitze keinen Jeep. Dieser Ausbruch ist bisher nur etwas für Leute, die Geld haben und mal eben mit einem Jeep ins Hochland fahren können.


Wer etwas auf sich hält und unbedingt mit Vulkanfotos angeben will, der fliegt deshalb zum Ausbruch; per Helikopter und Flugzeug. Es wäre eine Lüge, zu behaupten, dass mich der Anblick dieses Vulkans nicht reizen würde, aber ich möchte so viel mehr, als ihn nur zu sehen. Ich möchte ihn ERLEBEN. In einer lauten Maschine 15 Minuten um den Ausbruch herumzufliegen, zählt für mich nicht dazu.

Der Hauptgrund, warum ich nicht fliegen will (und dementsprechend wenig von Flugfotos halte), ist, dass ich wirklich versuche, meinen CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Als Naturfotograf soll man die Natur nicht nur ausnutzen, indem man Geld mit ihr verdient, sondern sie auch schützen; und der einzig wahre Naturschutz für die Polarregionen heißt 'Klimaschutz'.
Es reicht, dass ich im Namen meines Jobs einmal im Jahr nach Longyearbyen und einmal nach Ushuaia fliegen muss: das sind meiner Meinung nach schon viel zu viele Flugmeilen.
Warum also sollte ich zum Vulkan fliegen? Es wäre rein egoistisch: das einzige, was ich wirklich erreichen würde, wäre, dass andere meine Bilder sehen und dann auch hinfliegen wollen. Darum habe ich mich gegen einen Flug entschieden: zugegeben schweren Herzens, aber immerhin reinen Gewissens. Jedes bisschen CO2, das man einsparen kann, zählt!

Der Flug stand also nicht zur Debatte, als Hüttenwart oder Fotograf ließen sie mich nicht ran: also blieb mir nur eine weitere Möglichkeit: hinwandern. So habe ich meinen Rucksack gepackt, die Route recherchiert, und direkt festgestellt, dass es einen großen Knackpunkt gibt: die sicherste (da hochgelegenste und auch kürzeste) Route zum Ausbruch ist eine einzige Wüste. Es gibt dort zwei Flüsse/Bäche, die oft im Spätsommer schon trocken fallen. Von daher war klar, dass ich es nicht in direkte Nähe des Ausbruchs schaffen würde, aber immerhin näher, als von der Ringstraße aus. Vom Mývatn aus ging es dann los: rein in die Lava, auf Richtung Vulkan!





Seit meine Bandscheibenprobleme vor vier Jahren begannen, war ich nicht mehr in der Lage, einen schweren Rucksack zu tragen. Daher nutze ich jetzt einen Wanderanhänger ("Monowalker"): das Gewicht liegt zu 50% auf meiner Hüfte und zu 50% auf dem Reifen, den ich hinter mir herziehe. Ein ungewohnter Anblick und eine ungewohnte Belastung, aber: es funktioniert! Ich war in der Lage, Essen für drei Wochen dabei zu haben, Zelt, Kocher, Treibstoff, Winterschlafsack, sowie meine gesamte Kameraausrüstung. Es ist ohne Frage anstrengend, besonders in so widrigem Terrain abseits jeglicher Wege, aber es funktionierte. Ich kann wieder Mehrtageswanderungen in die Wildnis unternehmen, juchuu!

Weit bin ich nicht gekommen, das kann ich direkt sagen: nämlich aufgrund von Wassermangel. Schon am zweiten Tag war klar, dass wirklich alle Bäche ausgetrocknet sind, und das in der Gegend, die noch am wasserreichsten sein sollte. Von daher habe ich ziemlich schnell diese Wanderung aufgegeben, umgeändert, und bin in einem Bogen zum Mývatn zurückgewandert. Das Wetter war fantastisch, genau wie auch die Herbstfarben. Rund um den Mývatn gibt es immer wieder Flecken ursprünglicher Birkenwälder, und die leuchteten in der tiefstehenden Herbstsonne in allen Farben des Regenbogens. Ein Traum!



Besonders spannend fand ich, dass ich, obwohl ich weit vom Vulkan entfernt war, doch viel davon mitbekommen habe. Dieser Ausbruch produziert viel Lava (das Lavafeld ist mittlerweile über 37 Quadratkilometer groß), aber auch eine große Menge an Gasen: man schätzt, dass die Erde 750 kg Gas pro Sekunde ausspuckt. Es wurden die höchsten Gaskonzentrationen gemessen, seit es die modernen Aufzeichungen gibt: darunter Schwefeldioxid, das in höherer Konzentration extrem giftig ist. Und diese Wolke konnte ich sehen, mehr noch, sie kam zu mir: war das spannend!


Rechts unten seht ihr die Wolke der Eruption, 65km entfernt - und links schmiegt sich eine weiß-bläuliche Gaswolke die Berge entlang. Ich bin natürlich sofort dorthin gelaufen: und war überrascht, kein Schwefel zu riechen, sondern Stadtluft! Es roch stickig, staubig, dreckig, nach Autoabgasen, einer leichter Prise verbranntem Plastik und Ruß. Interessant!

Die Abgase des Vulkans, die höher aufsteigen, sind bräunlich, und färben die Sonne rötlich, selbst wenn sie ganz hoch am Himmel steht. In dem Moment fielen mir die Worte des Pfarrers Jón Steingrímsson ein, der 1783 bei den Ausbrüchen der Laki-Spalte Folgenes niederschrieb:

Die Sonne war rot wie ein Feuerball und der Mond rot wie Blut. 
Der faule Geschmack der Luft, bitter wie Seetang und nach Fäulnis stinkend, 
war tagelang so intensiv, dass die Menschen kaum atmen konnten.

Dieser Vulkanausbruch ist vielleicht der größe Lavaausbruch der letzten 150 Jahre, aber winzig verglichen mit den Laki-Feuern 1783-84. Es war ein beeindruckendes Gefühl, dort zu stehen und einen kleinen Einblick in das zu bekommen, was die Menschen damals in viel, viel größerem Stil erlebt haben.




Auch wenn man diese Wolke nicht immer sieht, sind die feinen Partikel des Ausbruchs in der Atmosphäre: und konnte ich deshalb ungewöhnlich farbige Sonnenauf- und Untergänge erleben.
Wie an diesem Abend, als ich auf dem Hverfell stand und auf den Mývatn hinabschaute.














Die Natur ließ mir gar keine Zeit, mich viel darüber zu grämen, dass ich nicht an den Vulkan herankam: sie beschenkte mich andauernd mit tollen Erlebnissen. Tagsüber die Herbstfarben und unglaubliche Temperaturen, die mich im T-Shirt wandern ließen, morgens und abends irrsinnige Lichtstimmungen: und nachts Nordlichter. In drei Nächten gab es ein Feuerwerk sondergleichen, das sich mit Worten kaum beschreiben lässt. Hier ein paar Impressionen!



Nordlichter begeistern mich immer wieder - besonders so starke, wie diese! Es ist atemberaubend, wenn plötzlich Vorhänge aus Licht über den Himmel wandern, und plötzlich in ein Feuerwerk aus Farben übergehen. Dann wird aus dem normalen farblosen Licht, das nur von Kameras quietschgrün dargestellt wird, ein sanftes Pastellgrün, das ins Weiße und Gelbliche geht und von pinkfarbenen Spitzen gesäumt ist. Es ist einfach nur unbeschreiblich schön!



Die tollste Nacht der vergangenen Woche war allerdings die Nacht vor dem angekündigten Sonnensturm, dessen Bilder ihr grade gesehen habt. Da war ich nicht am Mývatn, sondern bei Kárahnjúkar. In der Nähe des Stausees liegen einige Berge, von denen man die Eruption sehen kann, und genau dort zog es mich hin. Im Sonnenuntergang wanderte ich von der Straße auf den Gipfel des 1000 Meter hohen Grjótárhnjúkur, der 50km Luftlinie vom Vulkanausbruch entfernt liegt. Und von dort aus offenbarte sich mir dann dieser Anblick: 

Ich habe schon lange davon geträumt, einen Vulkanausbruch zusammen mit Nordlichtern zu erleben, war mir aber in dem Falle überhaupt nicht sicher, ob man aus dieser Entfernung viel sieht bzw. ob mir gute Bilder gelingen würden. Ich wusste, dass die Stelle ideal war, dass der Ausbruch von mir aus gesehen genau dort lag, wo das Nordlichtband normalerweise den Horizont berührt - gleichzeitig aber war Vollmond, der eigentlich alle Nordlichter überstrahlt. Dass genau in dieser Nacht ein kleiner Sonnensturm starke Nordlichter an den Himmel zaubern würde, das war eine Überraschung!


Ich war in diesen Tagen extrem frustriert, dass ich nicht näher an den Ausbruch herankam - im Nachhinein sehe ich aber genau das als Segen an. Gerade die Entfernung zum Ausbruch machte es mir möglich, die extrem hellen Farben der Lava und die recht dunklen Lichter der Aurora auf ein Bild zu bekommen. Wäre ich in der Nähe der Lavafontänen gewesen, dann wäre der ganze Himmel so dermaßen rot aufgeleuchtet gewesen, dass man die Nordlichter gar nicht gesehen hätte: man sieht ja auf den Fotos, wie weit das rote Licht abstrahlt. Das ist wohl auch der Grund, warum ich im Internet keine vergleichbaren Aufnahmen finde: dies sind einzigartige Bilder einer einzigartigen Nacht. Ich war, wieder einmal, zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Natur ist einfach nur UNGLAUBLICH !!!

Samstag, 23. August 2014

Vonaskarð

Nach vier Tagen bin ich aus Vonaskarð zurückgekehrt. Wie erwartet wurde ich nicht Zeuge einer Eruption, hatte aber (auch wie erwartet!) dennoch eine ganz tolle Zeit! :-)

Die Erdbebenaktivität der letzten Tage
Quelle: www.isor.is
Der Vulkan im Bárðabunga ist immer noch sehr aktiv; die Erdbebenserie reißt nicht ab. Interessanterweise bewegen sich die Erdbeben immer weiter vom Krater fort, und zwar weg von dem Ort, an dem ich mich drei Tage lang aufhielt und den Vulkan beobachtete. Auch das ist ein Grund, warum ich schon am Wochenende wieder zurückgekommen bin: noch tut sich nichts, und wenn, dann würde ich von Vonaskarð aus nichts bis sehr wenig sehen können.

Dieser Vulkan ist ein so dermaßen interessantes Thema; ich könnte den ganzen Tag nur mit dem Lesen von wissenschaftlichen Meinungen verbringen! Mittlerweile gehen die Theorien über das, was passieren könnte oder passieren wird nämlich sehr weit auseinander. Einige vermuten, es gäbe ein Art "Pfropfen" in der Erdkruste, der durch die vielen Erdbeben und die aufströmende Magma nach unten gedrückt wird und so eine Öffnung für einen großen Ausbruch schaffen würde. Andere sagen, vom Zentrum des Vulkans aus gehen Spalten in alle Richtungen, wie die Speichen eines Reifens. Und momentan bewegt sich die Magma entlang einer dieser Spalten und sucht sich einen Weg nach oben. Andere sagen, die Magma interagiert mit der vom benachbarten Vulkan Grímsvötn, und es wird etwas ganz Neues geben, was wir so noch nie gesehen haben.

Spannend klingt das alles: allerdings glaube ich mittlerweile nicht mehr, dass es den gefürchteten Ascheausbruch geben wird, wegen dem ich nach Vonaskarð gereist bin. Im Krater selber werden kaum noch Erdbeben gemessen: wäre der Ausbruch so gewaltig, dann hätte er doch längst schon gestartet. Ich vermute, dass wir dies hier mit der Eruption am Fimmvörðuháls, eher noch mit den Kraflafeuern in den 80er Jahren vergleichen können: die Magma sucht sich einen ganz neuen Weg nach oben und wird, wenn sie dann mal endlich durchkommt, das Eis schmelzen, währenddessen etwas Asche produzieren, dann aber in einen schönen Lava-Fontänen-Ausbruch übergehen. Das wäre doch was! :-D

Klar, der Vulkan kann auch jederzeit wieder Ruhe geben, ohne dass es die Magma je zur Oberfläche geschafft hat - auch das ist eine Möglichkeit. Die Wissenschaftler sagen, je länger das Gerüttel da unten andauert, desto wahrscheinlicher ist es, dass es zum Ausbruch kommt. Klingt logisch. Am besten ist, wir lassen uns einfach mal überraschen, was passieren wird!


Ich bin wirklich froh, dass ich in Vonaskarð war und die Dimensionen dieses Bergs aus nächster Nähe betrachten und verstehen konnte: diese Caldera ist unglaublich groß. So sehr ich mir einen Ausbruch herbeisehne, so bin ich doch sehr froh, dass sich da kein 10km breites Loch geöffnet und eine 10-30km hohe Aschewolke ausgestoßen hat. Ich glaube, dann hätte ich da nur noch den Kopf in den Nacken legen, hochgucken und "Ups!" sagen können...

Na ja, ganz so schlimm wäre es nun auch nicht gewesen; erstmal wäre da eine weiße Wolke aus Wasserdampf aufgestiegen, in die sich in den nachfolgenden Stunden mehr und mehr Asche gemischt hätte: genug Zeit, um zur Hütte in Nýidalur zurückzuwandern, falls der Wind in meine Richtung geweht hätte. Dennoch: eine 30km hohe Aschewolke muss nicht unbedingt sein. Mir haben die 6-10km des Eyjafjallajökull schon gereicht!




So habe ich mehrere wunderbare Tage (und Nächte!) auf den Bergen rund um Vonaskarð verbracht und die vulkanische Wildnis in vollen Zügen genossen - und immer mit Blick auf den Bárðarbunga im Vatnajökull. So tolle Ausblicke, Eindrücke und Lichtstimmungen! Die Farben und Formen der Landschaft sind beinahe unbeschreiblich: auf meinen vielen Kilometern Wanderung sind mir rabenschwarzes Obsidian, schwefelgelbes Rhyolith und vereinzelte Steine in allen Regenbogenfarben begegnet. SO schön!



Auf den Fotos sieht man den kalten Wind nicht, der den warmen Sonnenschein tagsüber nur mit Jacke erträglich gemacht und den angekündigten Regenschauer in Schneetreiben verwandelt hat. Und natürlich sieht man auch nicht, wie schweinekalt die Nächte dort auf 1200m Höhe waren. In Reykjavik herrschen momentan Temperaturen von 15-20°C - und irgendwie habe ich mich davon blenden lassen und nicht damit gerechnet, dass im Hochland tagsüber Temperaturen von knapp über 0°C herrschen würden, und nachts noch weit darunter. Ich trug nur eine Lage warmer Unterwäsche, und hatte glücklicherweise einen dünnen Daunenpulli mit - zu wenig Kleidung, um komfortabel zu sein. Denn mein Zelt diente mir, wie so oft, nur als Basislager für Regentage, das ich (mitsamt Kocher, Isomatte und Schlafsack) auf halber Strecke nach Vonaskarð zurück ließ, um im Falle einer Ascheeruption bei Ostwind schneller nach Nýidalur evakuieren zu können.



Bei mir hatte ich also "nur" meine Fotoausrüstung, genug zu Essen, Karte, Kompass und Notfallsender, Telefon und meine Erste-Hilfe-Tasche. Geschlafen habe ich tagsüber im Windschatten von Felsen, und die Nächte habe ich mir auf Bergspitzen um die Ohren geschlagen, hinter Steinen zusammengekauert, mit stündlichen Sprinteinlagen, um bei den Minustemperaturen nicht völlig auszukühlen. Wie so oft, hat sich das Warten ausgezahlt: mit tollen Landschaftsfotos, und diesem wunderbaren Gefühl, schon wochenlang im Urlaub zu sein - dabei waren es effektiv nur drei Nächte...

Und dann, in der letzten Nacht, kam die Überraschung schlechthin: eine Eruption von Nordlichtern! Der Nordhorizont wird jetzt im Spätsommer noch nicht wirklich dunkel. Dennoch erschienen plötzlich helle, wild wabernde Lichter am Himmel und ließen mich die Minusgrade völlig vergessen. Eine Stunde lang tanzten sie über den hellblauen (und am Horizont noch rötlichen) Nachthimmel - es war ein Genuss!


Das war's soweit von mir und Bárðarbunga. Ich warte jetzt in aller Ruhe ab, was der Vulkan zu tun entschließt, und verabschiede mich für 14 Tage auf einer Schiffsreise nach Grönland. Mehr dazu dann, wenn ich wieder nach Island zurückgekehrt bin! :-)

Montag, 18. August 2014

Jotunkjeldene und Bárðarbunga

Meine Svalbardsaison ist vorbei: ich bin dieses Jahr etwas früher aus Svalbard zurückgekehrt, um nächste Woche eine Reise nach Grönland zu begleiten. Aber dazu später.

Svalbard war anders dieses Jahr. Anders gut und anders schlecht. Anders gut, weil es erstaunlich viel Packeis gab, das viele spannende Orte für uns unzugänglich gemacht hat (gut für die Natur, schade für uns...). Anders schlecht, weil es interne Probleme an Bord gab, was eine Reise stark beeinflusst hat. Dank eines guten Guide-Teams ist alles gut ausgegangen, aber wir waren alle nahe am Burnout. Zum ersten Mal war ich froh, dass die Spitzbergensaison vorbei war - so schade, dass eine einzige Person ein eigentlich so tolles Erlebnis so zum Negativen verändern kann! Warum können Menschen zur Abwechslung nicht mal alle gut miteinander auskommen...?

Aufgrund der Eissituation habe ich dieses Jahr ungewöhnlich viel Zeit an der Westküste Spitzbergens verbracht und somit viele neue Orte kennengelernt. Und einer dieser Orte war der einzige Vulkan Spitzbergens: Sverrefjellet, eine Vulkanruine, tief im Bockfjord, im Nordwesten der Hauptinsel. Dieser 506m hohe Berg ist auf den ersten Blick gar nicht als Vulkan zu erkennen, weil die Gletscher ihn so heruntergeschliffen haben, dass er wie ein ganz normaler Hügel ausschaut. Aber was ihn dann doch spannend macht, ist ein Niedrigtemperaturgebiet, das direkt an der Küste liegt: eines von zweien in der Gegend, in der man 'heiße Quellen' findet. Heiß schreibe ich deshalb in Anführungszeichen, weil es eher ein Lacher ist, wenn man Island kennt. Die sogenannten Jotunkjeldene am Sverrefjellet sind mehrere Pfützen, denen 13°C warmes Wasser entströmt. Das kühlt natürlich sofort ab und ist kalt, sobald es die Pfütze verlässt. Hihi!


Es gibt noch ein weiteres Gebiet an einer anderen Flanke des Berges, wo es noch ein paar warme Pfützen gibt, die groß genug sind, dass sich jemand hineinlegen könnte. Aber wie gesagt: wer man die warmen Bäche auf Island kennt, der hat hier nur ein Schmunzeln übrig. ABER es sieht schön aus: bei Jotunkjeldene haben sich bunte Sinterterassen gebildet, und außerdem ermöglicht die geringe Wärme einigen ungewöhnlichen Pflanzen hier das Wachstum. Ich war völlig baff, hier Farne zu entdecken: winzig klein, aber dennoch Farne! Meine nördlichsten Farne überhaupt! :-D


Seit drei Tagen bin ich nun wieder in Island, hole Schlaf nach und genieße es, dass die Sonne wieder untergeht und den Himmel in warme Farben taucht. Besonders begeistert mich aber gerade ein anders vulkanisches Thema: der Vulkan Bárðarbunga. Seit ich in Island bin, rumpelt der nämlich gewaltig: ein Ausbruch ist nicht auszuschließen. Und weil das Thema so spannend ist, will ich eucht jetzt diesen international unbekannten Vulkan einmal näher bringen.

Bárðarbunga - schon wieder so ein Name, den sich ein Nichtisländer kaum merken kann! Obwohl - hey, der ist einfacher als Eyjafjallajökull! Bárður ist ein isländischer Männername; benannt wurde der Berg nach einem berühmten Wikinger aus der Landnamezeit.
Und Bunga ist eine Wölbung.
Also Barðurs Wölbung. Bar - thar - bun - ga.
Mit einem englischen Th. Gar nicht so schwer!

Der Vulkan befindet sich im und am nordwestlichsten Teil des Vatnajökull in relativer Nähe zur berühmten Hochlandpiste Sprengisandur und der dortigen Hütte Nyidalur.


Auf dieser Karte kann man schön die Caldera des Vulkans erkennen: was aussieht, wie ein eisbedecktes Plateau im Vatnajökull, ist ein 10km breiter, 700m tiefer Krater, gefüllt mit Eis. Ich wiederhole nochmal: 700m dickes Eis. Darunter ein Vulkan. Und zwar einer der größten des Landes.
Katla ist etwas kleiner. Und Eyjafjallajökull, mit seinen 2km Kraterbreite und süßen 200m Eisbedeckung ist mal ein Pfurz dagegen. Um das mal so salopp zu sagen.

Die Caldera Bárðarbungas ist nur ein winziger Teil des Vulkans: der ist nämlich ein sogenannter Zentralvulkan des vermutlich längsten Vulkansystems Islands. Das heißt: dieser Berg steht in Verbindung mit anderen Vulkanen bzw. Magmagängen. In diesem Fall reden wir von fast 200km: Landmannalaugar gehört auch noch zu diesem System. Veiðivötn auch. Und Dyngjufjöll auch.
Die größten Lavaströme des Landes (und übrigens auch in der neueren Erdgeschichte) entstammen dem Bárðarbunga-Vulkansystem: das ist die Þjórsárhraun, die vor etwa 8500 entstand. Dieses Lavafeld ist 21-30 Kubikkilometer im Volumen und erstreckt sich über 950 Quadratkilometer. Nur so als Größenvergleich: Berlin erstreckt sich über 898 km2, Köln über 405 km2, der Rhein-Sieg-Kreis ist 1153 km2 groß, Frankfurt am Main 248 km2. Ähm, ja.


Warum erzähle ich euch das? Weil Bárðarbunga zu den Vulkanen Islands gehört, die 'reif' für einen Ausbruch sind. Und zwar so reif, dass gestern die Wege dorthin gesperrt wurden und ein Flugverbot über die Gegend verhängt wurde. Warum? Guckt hier:
Das sind die Erdbeben der vergangenen 48 Stunden;
die grünen Sterne sind Erdbeben stärker als Magnitude 3 auf der Richterskala.
Noch spricht hier keiner von einem Ausbruch, denn man ist hier sehr vorsichtig. Erstmal ist der Vulkan für Erdbeben bekannt: er ist wohl so speziell aufgebaut, dass er ständig bebt. Ein Ausbruch ist erst dann ein Ausbruch, wenn man es beweisen kann, dass Magma die Erdkruste durchbrochen hat. Das ist bei einem Vulkan, auf dem 700m Eis liegen, etwas schwierig. Von daher: warten wir. Alle. Ganz Island wartet, und ich natürlich auch, mit gepacktem Reiserucksack. Obwohl: wenn sich dieser Vulkan zu Wort meldet, dann wird das etwas Großes und/oder etwas Längerfristiges werden.
Ob man das will? Hmm... bin mir nicht so sicher. Aber wir können eh nichts dran ändern, von daher bin ich lieber Feuer und Flamme! ;-)

Das Tolle am Bárðarbunga ist: er ist für alles zu haben! Kommt die Magma unter dem Eis hervor, gibt es einen großen Ascheausbruch, der den Flugverkehr lahmlegen kann und eine enorme Flutwelle verursachen kann, der dann die Jökulsá á Fjöllum herunterrollen wird (der Fluss, in dem der Dettifoss ist). Gibt es einen Ausbruch bei Kistufell, kann es zu wunderschönen Lavaströmen kommen, etwa wie auf dem Fimmvörðuháls oder den Kraflafeuern. Es kann kurz und lokal sein (1-3 Wochen), es kann mehrere Jahre dauern und sich bis nach Landmannalaugar ausbreiten. Alles ist möglich.

Obwohl der Berg jetzt schon seit zwei Tagen heftigst bebt, könnte es gut sein, dass er wieder zur Ruhe kommt. Die Vulkanologen sagen, dass sich seine Magmakammer gerade füllt, ja, aber es bräuchte ein Erdbeben stärker als 5 auf der Richterskala, um einen Riss nach außen zu öffnen. Aber was wissen die schon vom Inneren eines Vulkans... Ich selber vermute: da ist definitiv Lava auf dem Weg nach oben, und vielleicht hat sie die Erdkruste schon durchbrochen und schmilzt jetzt den Gletscher von unten. Die nächsten Tage werden zeigen, ob etwas, und wenn dann was wohl passieren wird.

Weil das Wetter so klasse ist und ich Hummeln im Hintern habe, will ich nicht weiter auf irgendwelche Seismometerbilder starren: ich mache mich am Dienstag Morgen (also jetzt!) auf den Weg zum Vulkan. Spontanentscheidung - hehe, ich freue mich! Mein Ziel ist Nyidalur auf der Sprengissandur, von wo aus ich nach Vonaskarð wandern will. Das ist nicht weit (10-15km) und deshalb hoffe ich, es meinem Rücken zum Trotz zu schaffen. Und dann werde ich dort oben auf einem Berg mein Zelt aufschlagen, und die Gegend erkunden.
Dieser Anblick bot sich mir vor 5 Tagen beim Anflug von Island:
der westliche Vatnajökull aus 10km Höhe. Ein Traum!



Und vielleicht... wenn ich ganz viel Glück habe... vielleicht... werde ich mit ein paar Vulkanfotos zurückkommen. Wahrscheinlich wohl nicht, aber das macht nichts: ich hoffe auf eine wunderbare Zeit am Bergmassiv des Tungnafellsjökull, mit Ausblick auf den Vatnajökull.

So, jetzt muss ich die letzten Vorbereitungen treffen. Morgen früh gehts mit dem Bus auf ins Hochland. Ich freue mich - und wünsche euch alles Gute!

Und... macht euch bitte keine Sorgen, wenn ihr nichts von mir hört. Ich mag und schätze mein Leben gerade sehr, und ich bin vorsichtig, Vulkanfieber hin oder her. Und es gilt das Motto: keine Nachrichten sind gute Nachrichten!
:-)